Rigi Ankercup 2019

Lieber Poseidon: Nur einen Hauch!

Die windlose und doch ziemlich frustrierende Blaubandregatta lag schon weit hinter uns als wir (Fränzi, Tochter Sophie und Pit) mit neuer Motivation und Tatendrang Kurs Richtung Arth an den Rigi Ankercup nahmen. Wir hatten uns viel vorgenommen! 

Nach der herzlichen Begrüssung durch den Präsidenten und den Regattaleiter, nach Wurst und Brot, starteten wir um 13.00h. Und dann hofften wir, dass er kommt … er kam aber nicht. Auch nach einer halben Stunde, nach einer, dann zwei, dann drei, am Schluss auch nach fünf Stunden kam der Wind nicht. Mit einer kleinen Brise, einem Lüftchen oder einem Hauch Wind wären wir zufrieden gewesen. Nichts, gar nichts! Auch nach offiziellem Regattaschluss um 17.30h versuchten wir bis 18.00h zu segeln: Zu diesem Zeitpunkt lagen wir knapp nach der Boje in Walchwil (geplant war der abgekürzte Kurs: Arth – halber Weg nach Immensee – Walchwil – Arth). In fünf Stunden segelten, nein segeln kann man das nicht nennen, rutschten oder ‚tümpelten‘ wir ganze 3.3 sm. Das sind 0.7 sm oder 1.7 km pro Stunde. Nur die ganz Schnellen und der für mich beste und kompetenteste „Windschmöcker“ Urs Oldani mit der Surprise,  erreichten die eine ganze Runde. Alle Anderen blieben auf der Strecke liegen. 

Die Regattaorganisatoren liessen Kreativität walten: Gewertet wurde an allen drei Bojen. So entstand eine einigermassen zumutbare Rangliste. Gewonnen hat Bruno mit der Surprise mit drei Bojen, die zweite Gruppe mit zwei Bojen führte Andres Kälin mit der Dynamic 35 an, das ‚Feld‘ der nur ‚ein Bojeler‘ gewann Röbi Auf der Maur mit der Bavaria. 

Wir werden nicht aufgeben: Am Chomerbär segeln wir trotzdem wieder mit.

Ein Tipp, ein Wunsch, eine grosse Bitte an die Regattaverantwortlichen: Wählt für die Langstreckenregatten einen neuen Modus! Mein Vorschlag: Alle segeln 3 oder 4 Stunden. Am Schluss wird die gesegelte Distanz gemessen (z.B. mit Anzahl Bojen oder mit GPS-Tracker/App) und mit der Yardstickzahl verrechnet. Das wäre doch so einfach und würde allen ein viel besseres Segelerlebnis bescheren.

Pit Müller